Ein Engagement für eine TIC "Trauma Informed Care" - Trauma sensibilisierte Pflege, Begleitung und Therapie

  • Erhalten Sie Kenntnisse über die verschiedenen Interventionen und den tiefgreifenden, neurologischen, biologischen, psychologischen (Soul Injury) und sozialen Auswirkungen unter welchen betroffene Personen mit Traumata und einer PTBS (posttraumatischen Belastungsstörung) leiden. Verstehen Sie die Zusammenhänge und erhalten Sie das Verständnis dafür, wie Betroffene mit diesen Emotionen und Impulsen umgehen können. Erhalten Sie Tools wie Sie Ihre kommunikative Kompetenz optimieren um in Kriseninterventionen besser begleiten zu können. Sie üben Tools und somatische Regulierungstrategien ein, die wiederum auch Schutz vor eigener Überlastung bieten.

Basiskurs TIC "Trauma Informed Care" mit Zertifikat
Der Basiskurs enthält 21 Kurseinheiten inkl. 1 Std. Supervision. Sie schliessen mit einem Online-Test ab. Dieser Test dient jeglich dazu, dass allfällige Unklarheiten im individuellen Coaching-Gespräch nochmals aufgenommen werden können. Sie werden viel Hintergrundwissen und Tools erhalten, damit Sie sich sicherer im Umgang mit Betroffenen fühlen und in Akutfällen einfühlsam und professionell reagieren können.

Zielgruppe

Dieser Kurs richtet sich an Fachpersonen aus der Pflege und Begleitung, aus der Seelsorge, dem Sozialwesen, an Therapeut/Innen, an Volunteers die sich in der Pflege und in der Palliative Care engagieren sowie an Peers und Angehörige und alle weiteren Personen, die sich in diesem Gebiet vertiefen möchten (EMR anerkannt).



Bild: Referat mit Sandra Ulrich bei Comfort Care Hospice, Andalusia USA

Lernziele:
        Lernende,

  • wissen worauf bei einer TIC «Trauma Informed Care» zu achten ist,
  • wissen weshalb das Verständnis einer «TIC» in der Begleitung, Betreuung und Therapie immer mehr an Bedeutung erlangt,
  • befassen sich aus verschiedenen Blickwinkeln mit der «TIC»,
  • befassen sich mit dem Konzept der «Spiritual Care»,
  • verstehen, wie die «Spiritual Care» in der «Traumatherapie» eingebunden werden kann,
  • erhalten Einblicke in eine Schweizer Studie, welche 2019 am 16. World Congress zu Palliative Care in Berlin vorgestellt wurde und verstehen wie diese Auswertung im Kontext zu «Spiritual Care», «TIC» und «Palliative Care» steht,
  • wissen, wie das Behandlungskonzept «Soul Injury» bei traumatisierten und betagten Menschen eingesetzt werden kann,
  • lernen die «TIC Einschätzungsinstrumente» zu «Soul Injury» kennen,
  • verstehen, weshalb sterbende Kriegssoldaten zur Erarbeitung dieses Konzepts eine wichtige Rolle gespielt haben,
  • verstehen, woher dieses bewährte Behandlungskonzept kommt und wie es in der Behandlung von traumatisierten Menschen und bei Menschen, die an einer Posttraumatischen Belastungsstörung leiden, angewendet wird,
  • erlernen die einfache- und erweiterte- «Selbstreflexion»,
  • üben die «Anchoring Heart Technique» ein,
  • üben mittels Fallbeispielen das Kommunikationstool «AMEN» ein,
  • wissen, wie die diese Tools in der «Spiritual Care» und bei Betroffenen mit «traumatischem Hintergrund», «chronischen Krankheiten» und «depressiven Verstimmungen» etc. eingebunden werden kann,
  • und vieles mehr! Sämtliche Lernziele können Sie auf dem Button unten einsehen und downloaden.
Kursdaten Herbst

TIC Grundkurs - 21 Lektionen (3 Kurstage)
-Freitag, 2. September 2022
-Samstag, 3. September 2022
-Sonntag, 4. September 2022
*die Kurse werden- sofern die BAG Verordnungen es zulassen, mit dem nötigen Schutzkonzept im Präsenzunterricht durchgeführt. Kursort: Steinhauserstrasse 51, 6300 Zug.


Kurskosten

Einführungspreis CHF 810.00* inkl.:

  • 3 Kurstage
  • Kursversicherung
  • Schulungsmaterial
  • Prüfungsgebühr (Online) 
  • 1 Std. Supervision
    *Ratenzahlung möglich

Voraussetzung

Sie möchten mehr über «TIC» und die «Spiritual Care» erfahren, interessieren sich für die Neurowissenschaft im Gebiet PTBS Posttraumatische Belastungsstörung und möchten u.a. Tools einüben um Ihre kommunikative Kompetenz (vor- nach- oder während der Behandlung, Begleitung, Therapie) optimieren zu können. Genaue Beschreibung des Kursinhaltes finden Sie bei den Lernzielen.


Sandra Ulrich verstand es, mir durch eine abwechslungsreiche Gestaltung der 3 Kurstag, ein ganz neues Wissensgebiet näher zu bringen. Da war theoretisches Wissen, praktisches Erfahren in Übungen und das Aneignen neuer Tools, welche den Kurs so spannend machten. Die neuen Tools bieten mir jetzt im Alltag und Beruf eine gute Unterstützung, da ich mich im Umgang mit Menschen mit einem traumatischen Hintergrund sicherer fühle.
Kathrin Bossard, Fussreflexzonentherapeutin

Ihre Kursleiterin

Sandra Ulrich, CAS Spiritual Care
Ihr Schwerpunkt: TIC "Trauma Informed Care". Ihre Arbeit wurde bei der EAPC (European Association of Palliative Care) am 16. World Congress zu Palliative Care in Berlin vorgestellt. Sie hat sich in den USA auf die TIC "Trauma Informed Care" u.a. mit Kriegsveteranen ausbilden lassen und ist Dozentin an der BFH Berner Fachhoch
schule zum Behandlungskonzept Soul Injury®. Sie ist Referentin und engagiert sich beruflich mit ihrem Team für eine TIC "Trauma Informed Care" in der Schweiz und den USA, ist Referentin, Autorin, Präsidentin des Vereins MENTALE GESUNDHEIT Schweiz und Entwicklerin der
M A D E R OxX® Reflexzonentherapie, welche u.a. für Menschen mit Angststörungen (posttraumatische Belastungsstörungen) entwickelt wurde.

TIC steht für Trauma Informed Care (Trauma sensibilisierte Pflege, Begleitung und Therapie).
Trauma sensibilisiert zu sein bedeutet nicht, dass Seminarbesucher/innen anschliessend den Psychologen oder Arzt ersetzen können. Eine Ausbildung zu TIC bedeutet, dass Teilnehmende anschliessend wissen, wie sich Betroffene fühlen, was eine Traumatisierung für Folgen für Betroffene selber und ihr Umfeld haben kann, wie eine Re-Traumatisierung verhindert, welche evidenzbasierten therapeutischen Massnahmen helfen, wie die kommunikative Kompetenz optimiert und in Kriseninterventionen mit den im Seminar erlernten Tools angemessen begleitet und unterstützt werden kann. 

TIC: Trauma Informed Care, Schweiz

Auch in der Schweiz leben Menschen mit einer schweren Vergangenheit, einem traumatischem Hintergrund und einer posttraumatischen Belastungsstörung. Nicht nur benachteiligte Menschen und Flüchtlinge sind davon betroffen. Alle Gesellschaftsschichten sind davon angesprochen. Traumata ist in vielen Ausbildungsgängen oftmals nur gestreift ein Thema. Das führt dazu, dass Begleit- und Betreuungspersonen oftmals an ihre Grenzen stossen, weil sie nicht wissen worauf zu achten ist.